Morgenstund hat Gold im Mund |

Nicht meine Zeit, definitiv!

Da wir ja bereits vor dem Wecker wach waren, viel das Aufstehen ziemlich leicht.
Zitternd und frierend quälte ich mich in meine Schuhe und trat das morgentliche Wasserlassen an, welch Befreiung ;)
Anschließend packte ich meine beiden Rucksäcke, sowie Fotostativ vom Fahrersitz in weniger als 30 Sekunden, nach hinten auf das Bett. Mir war kalt und ich wollte den Motor starten. Gesagt, getan!

Habe ich euch schon mal gesagt, dass eine Sitzheizung echt der Wahnsinn ist wenn man unterkühlt ist?
Julia kroch ebenfalls frierend und übernächtigt gleich nach mir aus dem Kofferraum. Nach kurzem Zähneputzen und kultivieren wieder im Auto sitzend, viel mir auf das ich ja gar nicht mehr durch die Scheibe sehen konnte.
Es hatte sich durch die geschlossenen Fenster und durch das Atmen viel Kondenswasser an den Innenseiten der Scheiben gebildet.
Die Zeit drückte, kurz mit dem Ärmel des Pullies drüber gefahren, passt so.

Nach 5 Minuten Fahrt ohne Komplikationen oder Irrfahrten erreichten wir planmäßig den vorderen Parkplatz an der Bastei. Auf dem Hinweg fuhren wir die knapp 2 Kilometer zwischen Park and Ride Parkplatz gerade so entlang, als wir 2 Fußgänger mit Stativ auf dem Rücken auf dem Radweg vor laufen sahen. Ich dachte mir, die werden doch nie Rechtzeitig zum Sonnenaufgang vorne stehen?

Aus dem Auto ausgestiegen, sah ich schon 2 Combis mit beschlagenen Fenstern stehen, klar auch Fotografen. Vor dem dritten Fahrzeug packten bereits 2 Leute ihr Fotozeug zusammen und waren mir damit kurz zuvor gekommen. Erst als ich alles fertig gepackt hatte vernahm ich auch Bewegung in den anderen Autos.
Ein weiterer 10 Minuten hektischer Fußmarsch und wir waren am Bastei Hotel angekommen.
Ich wollte unbedingt die zuvorgekommenen Fotografen überholen, da dieser mit Vollformat Kamera und Riesenstativ mir meinen am Abend zuvor ausgekundschafteten Spot blockieren würde.

Er bog kurz vor dem Hotel links zu einem anderen Aussichtspunkt ab, kam aber kurz bevor wir vorbei waren wieder hoch. Um die Wette laufen wäre ja auch irgendwie kindisch gewesen, also beschlossen wir den anderen Weg zu nehmen um zum Spot zu kommen. Erst zur Hotelterrasse und dann links runter zur Platform.
Ich habe ihn dann nicht mehr gesehen, er war natürlich schon lange vor mir auf dem kurzen Steg.
Doch zu meiner Befürchtung stand da nicht nur er, sondern bereits 4 andere Stative mit Fotografen dahinter. Ihm wars Zuviel, er machte sich auf in Richtung Brücke um von dort direkt in die Sonne zu schießen.


Ich sagte ein beherztes bayrisches "Servus" zu den anderen Fotografen und ergatterte noch einen Randplatz, was aber völlig in Ordnung für mich war.

Wer zuerst kommt, malt zuerst, ist halt so.

Meine ursprüngliche Bildkomposition mit dem Samyang 12mm Weitwinkel war somit dahin, da ich zu viel Baum rechts und die anderen Fotografen links im Bild gehabt hätte.
Ich beschloss einen engeren Bildausschnitt zu nutzten und schnallte das Sigma 30mm 1.4 auf meine Sony.
Überraschender Weise gefiel mir dies auf Anhieb viel besser, dies jedoch ist recht verwunderlich, da ich eigentlich ein sehr krasser Weitwinkel Junkie bin und jahrelang ein Ultraweitwinkel meine einzige Linse war und damit umzugehen wusste.

Da die Blätter der Birke im Weg waren versuchte ich sie gekonnt als Vordergrund bzw. Störer mit ins Bild zu nehmen, was auch perfekt funktionierte. Auch brachte es einen schönen grün-gelblichen Kontrast mit ins Bild.

In der Zwischenzeit kam noch eine Frau mit Stativ aus dem Bastei Hotel mit ca.65 Jähriger Mutter auf unseren kleinen Steg und versuchte hektisch irgendwie ihre Kamera nach vorne zu bringen.
Als es nicht anders ging, stellte sie ihre Canon Vollformat mit 16-35 Weitwinkel (schwere Combo) auf einem wackeligen voll ausgefahrenen Manfrotto BeFree Travel Stativ ausserhalb der Brüstung auf.
No risk no Fun? Bei einem unerreichbaren 50m Abgrund?
Einige Zeit Später kam ein Junger französischer Bursche ebenfalls mit Stativ bepackt an und stand erst mal 10 Minuten hinter uns allen. Er beschloss dann ebenfalls nach links in die Sonne zu fotografieren.
Nach endlosen 20 Minuten und zahlreichen Testschüssen sagte mir Julia, die ein bisschen weiter weg hinter mir stand, das der erste Funke der Sonne zu sehen ist.


Samsung Galaxy S9  

Wieder wartend bis die Sonne ein bisschen weiter oben war um die Brücke anzuleuchten, vertrieb ich mir die Zeit mit der Kamera meines neuen Smartphones, dem Samsung Galaxy S9.


Der Trip war perfekt um sie ausgiebig zu testen. Für BLOG Fotos, VLOGS und B-Roll Filme sollte sie meine GoPro in Zukunft ablösen um wieder ein bisschen leichter zu reisen.



Samsung Galaxy S9 



Ich kann nur sagen WOW, was diese kleinen Handy Sensoren mittlerweile leisten ist beachtlich, auch bei Lowlight, wie hier am Morgen. Hierzu wird es aber ein extra Review mit mehr Beispielen geben.







Da erstrahlte sie nun, die wie geplant angeleuchtet Bastei.
Wir hatten wunderbar softes Morgenlicht gepaart mit einer wie in Pastell Tönen angemalten Brücke.




Nach dem geplantem Ausschnitt und dem leichten ausklingen des Leuchtens beschloss ich noch ein Hochkant-Panorama mit dem 30mm zu machen. Hier konnte ich auch weiter nach links schwenken ohne die Leute drauf zu haben, da der Bildausschnitt wesentlich enger war als mit dem Weitwinkel.
Was soll ich sagen, das war Schlussendlich der Shot der mir am meisten gefiel! Hier das Ergebnis:


Ich drehte mich anschließend auch zur Sonnenseite und vergab bittend meinen Platz an die Dame, die hinter mir stand.
Ein paar schöne Aufnahmen sind auch hier entstanden.




Wir machten uns an den Abstieg, denn wir wollten die tief stehende Sonne auch noch für mehrere Shots auf der Brücke und den anderen Locations nutzen.

(Ich habe zu viele Bilder für den Blog, darum wird es hier eine Eigene Galerie geben, die ich euch verlinken werde!)

Wie es weiter geht, erfahrt ihr im nächsten Blogeintrag

Safe travel´s

Daniel & Julia

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